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Gesetzentwürfe
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Verbraucherzeitschriften im Ausland

Abstracts

Die französische Verbraucherzeitschrift INC Hebdo Nr. 1465 vom 25.02.2008 berichtet über eine kürzlich in die Wege geleitete Initiative der Europäischen Kommission, mit der Mobilfunkgesellschaften aufgefordert wurden, ihre Roaming-Preise fuer SMS, MMS, E-Mails, Bilder, Videos, etc. umgehend zu senken. Die Mobilfunkunternehmen realisierten einen 20 Mal höheren Profit auf dem Rücken der Roaming-Kunden. Auch sollten die jeweiligen Tarife “in klarer und vergleichbarer Form” veröffentlicht werden, andernfalls würde die Europäische Kommission sie selbst im Internet zugänglich machen. Sollte sich bis Jahresende nichts getan haben, sieht die Kommission neue Regelungen vor. Diese Offensive erfolgt mehr als sieben Monate nach Inkrafttreten der europäischen Verordnung 717/2007 zu Roaming von Telefonanrufen, womit eine tarifliche Obergrenze vorgeschrieben wurde. Die Mobilfunkgesellschaften hielten sich im Allgemeinen an diese Verordnung und hätten die Tarife gesenkt. Jedoch bedauere der französische Verbraucherverband Association française des utilisateurs de télécommunications (Afutt), wie auch die Europäische Kommission, dass Anrufe immer noch nach Minuten und nicht nach Sekunden abgerechnet werden würden.

(http://www.inc60.fr)

In der Zeitschrift der belgischen Verbraucherschutzorganisation CRIOC, Du Côté des Consommateurs vom 15.02.2008, geht es um eine Klage gegen Dannon, die amerikanische Tochtergesellschaft von Danone. Die Anklage lautet auf missbräuchliche Werbung für biologischen Joghurt, welcher sich zu einem übertrieben hohen Preis verkaufe und dessen Nutzen für die Gesundheit nicht bewiesen sei. Danone argumentiert, dass die den gesundheitlichen Nutzen des Produkts betreffenden Angaben und die klinischen Studien hinreichend begründet seien. Seit einiger Zeit sind Aussagen, die den gesundheitlichen Nutzen von Produkten betreffen, auf verschiedenen politischen Ebenen zum heißen Thema avanciert. Bis heute besteht das große Problem darin, dass derartige Behauptungen von den Herstellern aufgestellt würden und die Verbraucher keine objektiven Informationen erhielten. Um hier Abhilfe zu schaffen und Verbrauchern bei ihren Kaufentscheidungen zur Seite zu stehen, wurde von CRIOC eine Internetseite ins Leben gerufen. Auf dieser Website werden die Gesundheitsangaben hunderter Produkte von für CRIOC tätigen Diätberatern und unabhängigen Experten analysiert.

(http://www.oivo-crioc.org)

In der monatlich publizierten Zeitschrift Informationen zum Verbraucherrecht des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation (VKI) geht es in einem Artikel vom 12.02.2008 um eine neue Broschüre des Konsumentenschutzministeriums – ‚Fliegen ohne Turbulenzen‘ – die über EU-Fluggastrechte informiert. Sie widmet sich den häufigsten Problemen und Fragestellungen, die bei Flugreisen auftreten können, angefangen bei nützlichen Grundbegriffen, über die Möglichkeiten bei Überbuchungen, Flugstreichungen und Verspätungen bis zu dem Fall, dass Gepäck nicht rechtzeitig ankommt, beschädigt wird oder gar verloren geht. Schließlich findet sich auch ein Kapitel zum Thema Rechte von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität. Eine Verordnung der Europäischen Union bringt hier Verbesserungen für ältere Reisende und Fluggäste mit Behinderungen.

(http://www.konsument.at/konsument/)

(Übersetzungen: Doris Luik, Hamburg)


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